Die Südwestpresse veröffentlichte am 10.12.2005 in ihrer Ulmer Lokalausgabe einen Bericht über das Projekt http://www.global-help.de.
hier eine auszugsweise Wiedergabe der Veröffentlichung:
....
Wer blickt schon durchs Dickicht der sozialen Leistungen, die der Staat seinen Bürgern gewährt. Ein Ulmer und ein Neu-Ulmer haben sich vorgenommen, einen von jedermann nachvollziehbaren Leitfaden zu entwickeln. Ihr Projekt: Das Internet-Sozialportal Global Help
....
Vor vier Jahren starteten die beiden das gemeinsame Projekt Global Help (Deutsch: weltweite Hilfe). Während seiner vier Jahrzehnte langen Tätigkeit im Bereich des Sorgerechts hatte Ungewitter unzählige Vorträge gehalten, in denen er über sozialrechtliche Zusammenhänge und Entwicklungen aufklärte. Da die Nachfrage nach diesen Themen nie abreißt, beschloss ich Ende der 90er Jahre, ein Buch zu schreiben, in dem ich all mein Wissen zusammenfasse, erzählt er. Der Nachteil dieses Ansatzes ist Ungewitter aber schnell klar geworden: Die rasante Entwicklung auf diesem Gebiet hätte dazu geführt, dass mein Buch schon veraltet gewesen wäre, bevor es gedruckt würde.
Internet-Informationen dagegen lassen sich auf dem aktuellen Stand halten, wenn sie entsprechend gewartet werden. Also entwickelte Widmanns Firma auf Grundlage der neuen XML-Technologie, die dynamische und datengestützte Webseiten als elementare Bauteile vorsieht, eine Plattform für die Sammlung von Gesetzen, Verordnungen, Urteilen und Kommentaren, die eng miteinander verknüpft sind. Berechnungen von Beispielen, aber auch konkrete, auf den Einzelfall bezogene Kalkulationen helfen den Nutzern bei ihren Entscheidungen, sagt Widmann.
Auf der Global-Help-Plattform sind eine Vielzahl von Themenkreisen zusammengetragen. Zum Beispiel: Antragsverfahren nach dem Schwerbehindertenrecht, Verwaltungsverfahren nach den Sozialgesetzbüchern, die Voraussetzungen im Sozialen Entschädigungsrecht, das Alters-Einkünfte-Gesetz, Blindengeld, Pflegeversicherung, Wohngeld, Kindergeld, Erziehungsgeld, Grundsicherung, Arzneikosten und Zuzahlungsregelung sowie Informationen zu aktuellen sozialrechtlichen Entwicklungen samt einem Forum. Hinzu kommen die Neuerungen im Zusammenhang mit Hartz IV .
Im Interesse der mehr als 20 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, die Bezieher einer Sozialleistung oder behindert sind, ist es sicher wünschenswert, wenn der Einzelne eine unabhängige Informationsquelle vorfindet, sagt Ungewitter.
Das System ist so aufgebaut, dass Menschen, die diese Plattform benutzen Antworten auf die Fragen erhalten können: 1. Welche staatlichen Hilfen existieren in Deutschland? 2. Habe ich Anspruch auf eine bestimmte Hilfe? 3. Wie und wo kann ich diese Hilfe beantragen? 4. Wie sieht das Verfahren aus, das ich dabei zu durchlaufen habe? 5. Welche Mitwirkungspflicht wird von mir erwartet? 6. Haben die staatlichen Angestellten und Beamten, die über meinen Antrag entscheiden, alles richtig beachtet?
....
....
Die allgemeinen Informationen, also das, was in einem ständig aktualisierten Buch stehen würde, soll allen unentgeltlich zugängig bleiben. Für Detail-Infos, besonders etwa die Nutzung der Rechenprogramme, mit Hilfe derer Einzelne wie ihre gewerblichen Berater, konkret die zustehende Unterstützung ermitteln können, wollen die beiden aber demnächst aber zur Kasse bitten."