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Die einheitliche und systematische Anwendung der Anhaltspunkte ist nach wie vor problematisch - gibt es hierfür nun eine Lösung ?
Problem: Anhaltspunkte ?
Schwerbehinderte Menschen am Jahresende 1997,1999, 2001
Überblick über die Geschichte der Anhaltspunkte
Allgemeine Richtlinien für Gutachten im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertengesetz (versorgungsärztliche Gutachten)
Anwendung der neuen Anhaltspunkte (AHP) für die ärztliche Gutachtertätigkeit (Stand November 1996) im Schwerbehindertenrecht
Ermittlung des Gesamt-GdB
Dauer der GdB/MdE
Neue Anhaltspunkte-Software
Aufbau des Programms
Verfahren
Wo liegen nun die Vorteile der softwaregesteuerten GdB-Ermittlung ?
Wer oder was ist global-help ?

Neue Anhaltspunkte-Software

Mit der Entwicklung der nachstehend dargestellten Software wollen wir dazu beitragen, eine einheitliche und für alle Beteiligten nachvollziehbare Zusammenstellung der umstrittenen Anwendung der Anhaltspunkte zu erreichen. Mit dieser Software können Sie systematisch die jeweiligen Funktionsbeeinträchtigung durch eine transparente Auswahl ermitteln. Dadurch werden erhebliche Kosten insbesondere zeitraubende Widerspruchs- und Gerichtsverfahren überflüssig.

Hierzu soll dieser Fachartikel und das entwickelte Software-Modell beitragen.

Trotz relativer schwieriger Materie haben wir auf der Grundlage der vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA) veröffentlichten Anhaltspunkte eine Struktur und damit einen logischen Aufbau abgeleitet. Nach umfangreichen und zeitaufwendigen Analysen des Gesamtwerkes war es möglich geworden eine Datenbasis aufzubauen, die mit hoher Annäherung an die Vorlage, eine maschinelle der Gesamt-GdB zulässt.

Aufbau des Programms

Das Programm ist so aufgebaut, dass es den Bewertungsabläufen des Gutachters nahe kommen soll. Dabei wurde bei der Architektur der Datenbank besonders darauf geachtet, dass Bewertungen der Krankheitsbilder unter dem spezifischen Kontext zusammengefasst sind. Dazu zählt zunächst, dass die Abhängigkeiten hierarchisch geordnet sind; das Handbuch gab dies nicht her, sodass aufmerksame und tiefgreifende Analysen erforderlich waren.

Aus verwertungsrechtliche Gründen haben wir die wesentliche Inhalte der Datei verschlüsselt; eine Entschlüsselung ist nur über das Programm möglich.

Das Programm ist nahezu selbsterklärend aufgebaut. Über sogenannte Comboboxen läßt sich in der 1. Hierarchieebene die relevante Körperregionen selektieren. In der zweiten Ebene stehen dann jeweils in einer weiteren Combobox die Organe zur Selektion bereit, die unter der zuvor selektierten Körperregion zusammengefasst sind. In der 3. Ebene stehen, soweit keine Selektion in der Combobox der 2. Ebene erfolgte, alle leistungsmindernden Störungen der gesamten Körperregion im unteren Fenster (Browseransicht) zur Auswahl bereit. Andernfalls nur die, die unter dem selektierten Organ angezeigt werden.

Selektion des Krankheitsbildes

Ein Klick auf die gesuchte leistungsmindernde Störung, stellt den vollen Text und die mindest- und maximale GdB dar. Außerdem werden jeweils die prozentualen Anteile der in Betracht kommenden Merkzeichen für jede selektierte leistungsmindernde Störung berücksichtigt und fließen damit bei der Bildung der Gesamt-GdB in die Merkzeichenfeststellung ein. Dem Gutachter ist die Möglichkeit gegeben, die vorgesehenen GdB`en durch seine eigene Feststellung (Selektion aus der Combobox "GdB manuell") zu ersetzen. Außerdem hat er die Möglichkeit den vorgegeben Text durch eigene Textpassagen zu ergänzen oder ganz zu ersetzen (Mausklick auf „Text bearbeiten“). Im übrigen eignet sich hier die "copy-paste"-Funktion, um z.B. Textpassagen aus der "Hilfe zum GdB-Assistent" zu übernehmen. Die vorgegebenen Änderungen oder Ersetzungen sind jedoch lediglich temporär; ein Abspeichern ist derzeit noch nicht realisiert, ist aber implementierbar (siehe Perspektiven).

Der Eintrag zur Gesamtbewertung erfolgt über die Checkbox "Eintrag in GdB-Rechner". Der Button "GdB-Rechner öffnen" zeigt das bisherige Selektionsergebnis. Unrichtige Einträge können durch bloße Markierung und anschließendem Mausklick auf den Button "markierten Eintrag löschen" aus der Tabelle entfernt werden. Jederzeit können jedoch weitere Selektionen vorgenommen und übernommen werden.

Ermittlung der Gesamt-GdB

Ein Klick auf den Button "GdB berechnen" berechnet die GdB auf der Grundlage des dem Programm innewohnenden Modells. Dabei werden auch die Merkzeichen, die sich aus den selektierten Funktionsstörungen ergeben, ermittelt und dargestellt. Dieses Modell ist anhand praktischer Bewertungsmaßstäbe aus dem Kreis der ärztlichen Gutachter unter Zugrundelegung umfangreicher Analysen zahlreicher Gutachten erarbeitet worden. Überprüfen Sie selbst wie nahe es auch Ihren Bewertungen kommt.

Drucken des Ergebnisses

Die getroffenen Feststellungen können durch klicken auf den Button "Druckansicht" im GdB-Rechner in einer "PreView" überprüfen und über den von Ihnen zu selektierenden Drucker ausdrucken. Weiter haben Sie die Möglichkeit das Ergebnis in HTML, RTF, Text usw. zu exportieren.
Durch manuellen Nachtrag des Patientennamens, des Feststellungsdatums und dem nächsten Nachuntersuchungstermin auf Ihrem Briefbogen gewinnt Ihre Arbeit Dokumentencharakter und kann ggf. gegenüber Behörden und sonstigen Auftraggebern verwendet werden.

Verfahren

Grundlage des Dateiaufbaues ist die GdB/MdE-Tabelle (Nr. 26 ff der Anhaltspunkte)

Da die dort angedeuteten Hierarchie-Ebenen einen logischen Aufbau schier unmögliche machen, haben wir versucht logische Abhängigkeiten zu erkennen und diese abzubilden.

Ausreichend erschienen nach mehreren Versuchen, die Struktur in 3 Ebenen aufzureißen. Danach wurde die leistungsmindernden Störungen unter

  • Körperregion (1. Ebene)
  • Organe (2. Ebene)
  • Bezeichnung der leistungsmindernden Funktionsstörung (3. Ebene) geordnet.

Flexibilität bei der Bewertung

Die Ausprägung der leistungsmindernden Störung ist jeweils unter der ausgewählten Behinderung verfügbar. Ebenso die die jeweilige Ausprägung bestimmende Einzel-GdB/MdE mit ihrem minimalen und maximalen Wert.
Abweichend hiervon haben Sie die Möglichkeit, Ihren eigenen Ausprägungstext zu verwenden oder die vorgegebenen durch eigene zu ergänzen.
In gleichem Maße gilt dies auch für die Bewertung der GdB/MdE, dessen selektierter manueller Wert jeweils in die Berechnung übernommen wird. Die auf der Grundlage von Gewichtungen ermittelten Merkzeichen können entfernt werden; nichtermittelte durch bloßen Klick hinzugefügt werden.

Rechenvorschriften

Das der Gesamtbewertung zugrunde liegende Rechenverfahren ist das Ergebnis umfangreicher Recherchen und nachträglicher Überprüfungen vorgelegener gutachterlicher Ergebnisse und im Regelfall den Verhältnissen entspricht. Das Ergebnis kann zusammengefasst oder einzeln ermittelt und visualisiert werden. Berichtigungen und Ergänzungen sind in jedem Stadium der Zusammenstellung möglich.

Unterstützung bei der Benutzung des Rechners

Der GdB-Assistent bietet Ihnen auch eine Hilfestellung, unter der Sie folgende Informationen abrufen können:

  • Erläuterungen zu den Positionen: Es sind die Hinweise zu den jeweiligen Positionsnummern, die die gesundheitlichen Funktionsstörungen im allgemeinen beschreiben. Diese Funktion erreichen Sie immer über die F1-Funktionstaste.
  • Programmhilfe: Eine Hilfestellung über die Funktionen des GdB-Assistenten.
  • gemeinsame Grundsätze
  • uvm.

Perspektiven

Zur Abrundung des Angebots ist beabsichtigt das derzeitige System um

  • eine Patientenverwaltung
  • eine maschinellen Ablage von patientenbezogenen Bewertungsergebnissen; auch der manuellen Ersetzungen bzw. Ergänzungen
  • eine Adressverwaltung der Auftraggeber

zu erweitern.

Individuellen Erweiterungswünschen oder Verbesserungsvorschläge unserer Kunden kommen wir gerne entgegen und werden - soweit sie von allgemeinem Interesse sind - versuchen, dies in das bestehende System zu integrieren. Spezielle bzw. individuelle Wünsche prüfen wir und werden Ihnen ein entsprechendes Angebot unterbreiten.

Wo liegen nun die Vorteile der softwaregesteuerten GdB-Ermittlung ?

Die Software ist lauffähig auf allen Rechner ab dem Betriebssystem Windows NT - und höher.

  • Befundärzte
  • Antragsteller
  • Behörden
  • Verbände
  • Gerichte

können mit dieser Software durch die systematische Ermittlung der jeweiligen Funktionsbeeinträchtigung eine einheitliche und transparente Ermittlung des Gesamt-GdB vornehmen. Dadurch werden neben erheblichen Kosten insbesondere zeitraubende Widerspruchs- und Gerichtsverfahren überflüssig.

Individuellen Erweiterungswünschen oder Verbesserungsvorschläge unserer Kunden kommen wir gerne entgegen und werden - soweit sie von allgemeinem Interesse sind - versuchen, dies in das bestehende System zu integrieren. Spezielle bzw. individuelle Wünsche prüfen wir gerne und werden Ihnen ein entsprechendes Angebot unterbreiten.

Das Programm steht derzeit als Prüfversion im Downloadbereich zur Verfügung.

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