Schwere Kopfverletzungen und Blutungen im Gehirn können zu Störungen des Hormonsystems führen. Diese Hormonstörungen werden bei den meisten Patienten erst sehr spät erkannt. Denn die entsprechenden Krankheitssymptome sind unspezifisch und ähneln denen, die auch sonst nach schweren Kopfverletzungen auftreten können z.B. einseitiger Kopfschmerz (in Stirn, Augenhöhle) und subjektive Ohrgeräusche, Schwindel, Nachlassen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Nervosität, Depressionen, Zyklus- und Potenzstörungen, Müdigkeit, Übelkeit, Infektionen, trockene Haut, Gesichtsfeldausfälle, Doppelbilder, Sensibilitätsstörungen (Wange, Hornhaut) Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Atembeschwerden,
Selten bringt man das in Zusammenhang mit Hormonstörungen, schon gar nicht nach einer vorausgegangenen schweren Kopfverletzung.
All diese Beschwerden können auch eine direkte Reaktion des Körpers und der Psyche auf den Unfall, oder die Gehirnblutung sein. Das Fatale dabei ist, dass die Patienten jahrelang damit leben (bei mir 7 Jahre), und sich aus dem Hormonmangel ernste Krankheitsbilder entwickeln.
Dabei sind die Therapieaussichten nach gestellter Diagnose sehr vielversprechend.
Werden die fehlenden Hormone medikamentös ersetzt, bilden sich die Symptome zurück und bei richtiger Einstellung sowie regelmäßiger Anwendung, werden kaum Nebenwirkungen beobachtet.

Nutzen Sie das Informationsangebot der Selbsthilfegruppen. Hier werden Sie von Menschen in ähnlicher Situation beraten, bekommen Alltagstipps und erfahren wichtige Kontaktadressen.
Alles Gute für Ihre Gesundheit.
Michael Zinz
Ulm, im Januar 2008