Auf einige Meilensteine in der Vdk-Sozialrechtsgeschichte darf ich hinweisen:
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1949 |
Erste Protestkundgebung für ein einheitliches Schwerbeschädigtenrecht |
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19.10.1950 |
Der Deutsche Bundestag verabschiedet das Bundesversorgungsgesetz, zu dem der VdK maßgebend beigetragen hat. |
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1957 |
VdK-Bundeskongress in Bonn mit der Forderung zur Einführung der dynamischen Rente und der erstmaligen Forderung an den Gesetzgeber eine gesetzliche Regelung zur Pflege einzuführen (dies wurde dann am 26.5.1994 mit dem Sozialgesetzbuch XI Wirklichkeit). |
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1963 |
Der Marsch auf Bonn, mit 35.000 Mitgliedern führte dies zum Erlass des Zweiten Neuordnungsgesetzes |
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1982 |
Zentrale Protestkundgebung in Bonn gegen die drastischen Sparmaßnahmen in der Sozialpolitik |
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1985 |
VdK Kundgebung zur Benachteiligung der Trümmerfrauen in der Anerkennung von Kindererziehungszeiten. |
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1992 |
Protestaktion des VdK mit 250.000 Unterschriften an den damaligen Bundesgesundheitsminister Seehofer |
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1994 |
Das Grundgesetz wird entsprechend der Forderung des VdK geändert: Artikel 3 Absatz 3 wird wie folgt geändert: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden". |
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1999 |
Der VdK gründet zusammen mit anderen Verbänden in Berlin den Deutschen Behindertenrat. Das neue Bündnis umfasst 84 Organisationen und vertritt die Interessen von 2,5 Mill. Menschen. Vorsitzender des Sprecherrates ist der VdK-Präsident Walter Hirrlinger. |
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2000 |
Der VdK organisiert eine große Protestaktion gegen die Rentenerhöhung zum 1.7.00, da bei dieser Erhöhung ein jahrelanges Grundprinzip der lohnorientierten Anpassung aufgegeben wurde. Bei der Rentenanpassung zum 1.7.2001 wurde zu den seit 1957 geltenden Grundsätzen dann wieder zurückgekehrt. Auch ein weiterer großer Erfolg des VdK !! |
Diese Aufzählung ist gewiss nicht vollständig. Sie verdeutlicht aber, in welch großem Rahmen der VdK für die sozialen Belange der Menschen in Deutschland und nunmehr auch in Europa eintritt. Untrennbar verbunden ist diese Entwicklung und der große Erfolg dieser Selbsthilfeorganisation mit dem Namen Walter Hirrlinger. Deshalb nachstehend eine kleine Würdigung dieses großen Mannes der deutschen Sozialgeschichte.
Walter Hirrlinger, der am 24.6.01 seinen 75. Geburtstag feiern durfte, war mehrere Jahre Sozialminister in Baden-Württemberg.
Er ist seit 1950 immer in verantwortlicher Position innerhalb des VdK gewesen und damit ein Glücksfall für den VdK und die soziale Entwicklung in Deutschland. Keine andere Persönlichkeit, kein anderer Name in Deutschland steht in einem solchen Maße für soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Erhalt der Sozial- und Sicherungssysteme, wie der von Walter Hirrlinger. In einer Rede in Mannheim anlässlich einer sozialpolitischen Veranstaltung sagte Walter Hirrlinger.
"Wir wollen eine Gesellschaft mit sozialem Verantwortungsgefühl und sozialem Engagement. Wir setzen diese Begriffe gegen den sich immer mehr breit machenden Egoismus, weil wir wissen, dass ohne soziale Mitwirkung auf Dauer kein Staat der Welt erfolgreich sein kann".
Kein anderer als Walter Hirrlinger hat den Begriff der sozialen Verantwortung seit Jahrzehnten in dieser überzeigenden Form gelebt. Dafür sind wir alle von ganzem Herzen dankbar, weil es gibt keinen unter uns, der nicht in irgendeiner Form von diesem Engagement profitiert hat oder noch profitieren wird.
Und dennoch hat auch eine so große und starke Solidargemeinschaft mit erheblichen Problemen zu kämpfen.
Das sind aber alles Herausforderungen an den VdK, die diese Organisation, da bin ich mir absolut sicher, alle meistern wird.
Untrennbar mit der Entwicklung des VdK Deutschland ist aber auch die Tätigkeit der Versorgungsverwaltung in Baden-Württemberg verbunden. Gerade die Versorgungsverwaltung war und ist ein besonders wichtiger Partner des VdK und der anderen Sozialverbände bei der Bewältigung der vielfältigen sozialrechtlichen Aufgaben.