Am 8.5.1945 war der 2. Weltkrieg endlich, nach über 6 Jahren Krieg in Europa und Japan zu Ende. Die Bilanz war schrecklich:
3,2 Mill. Deutsche Soldaten waren tot, 500 tausend tote Zivilpersonen, 1,5 Mill. verletzte Menschen (davon die Hälfte mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 50% und höher)
das Leid und die Not in dieser Zeit. Eine ganze Nation lag am Boden. Ausgehungert, verletzt, verwundet oder vertrieben und wirtschaftlich am Ende. Aber die Menschen hatten einen erstaunlichen Lebenswillen und trotz dieser schrecklichen Kriegserfahrungen den Mut und die Kraft ganz von vorne anzufangen, Eine unvorstellbare Aufgabe, gemessen an unserem heutigen Überfluss-Wohlstand, zumal das gesellschaftliche und bürokratische Leben von den Siegermächten bestimmt wurde.
Bereits im Sommer 1945 konstituierte sich in Ulm eine erste Selbsthilfeorganisation unter der Bezeichnung
"Verband Württembergischer Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen aus den Weltkriegen 1914 - 1918 und 1939 - 1945".
Es waren 6 Männer, die diesen Verband gründeten und sich eine eigene Satzung gaben. Ziel des Verbandes war, und das war zum damaligen Zeitpunkt sehr weitsichtig,
Etwa zur gleichen Zeit hatte sich in Stuttgart ein gleichnamiger Verband gebildet, der bereits am 28.9.1945 vom US Military Government die offizielle Genehmigung zur Bildung des Verbandes erhielt. Am 25.1.1946 haben daraufhin fünf Männer aus Ulm an die alliierte Militärregierung geschrieben und gleichfalls um Genehmigung eines Verbandes gebeten.
Zunächst wurde der Verband auch genehmigt, aber schon am 10.4.1946 kam das Dekret über die sofortige Auflösung des Verbandes.
Es dauerte aber nicht lange, dann kam erneut die Kehrtwendung. Bereits im Herbst 1946, genau am 6.9.1946 kann sich dann in Ulm der erste geschäftsführende Kreisvorstand konstituieren.
Die offizielle Gründung des Verbandes mit dem Namen VdK erfolgte dann aber 1950 in Düsseldorf unter dem Namen "Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands". Erst ab diesem Zeitpunkt wurde der Name VdK dann offiziell verwendet.
Im Jahre 1951 wurde die gemeinsame Ulmer-Gruppe in verschiedene Teilortsgruppen aufgeteilt. So erhielt dann auch die Ortsgruppe Ulm Ost im Februar 1951 ihre Selbständigkeit.
Der VdK Deutschland hat in den vergangenen 50 Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung vom Kriegsopferverband zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen als Sozialverband genommen.
Der VdK hat heute 1,1 Mill. Mitglieder, davon sind
Der Verband gliedert sich in
Damit ist der VdK die größte Interessenvertretung behinderter Menschen in Deutschland.
Auf europäischer Ebene ist der VdK in der Dachorganisation der Behindertenverbände, der Action des Handicapes (AEH) aktiv vertreten.
Das sind alles gewaltige Zahlen, die in etwa verdeutlichen, welchen enormen Aufschwung das "Unternehmen VdK" in den letzten 50 Jahren genommen hat. Dementsprechend waren und sind die Beteiligungen des VdK an der sozialen Entwicklung in Deutschland besonders herausragend.