Mit der nachfolgenden Betrachtung und Würdigung der großartigen Leistung, die der VdK als Sozialverband in den letzten 50 Jahren erbracht hat, möchte ich auch die Tätigkeit und Bedeutung der Versorgungsverwaltung in eine neues öffentliches Bewusstsein rücken.
Gleichzeitig will ich den Versuch unternehmen, uns alle aufmerksam zu machen, auf die vielen bemerkenswerten sozialen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Deutschland, verbunden mit einem Blick auf die aktuelle soziale Entwicklung in unserer Gesellschaft.
Es ist bewundernswert, dass eine Selbsthilfeorganisation so lange Bestand hat. Nachdenklich machen muss uns aber schon, dass es in Deutschland mit einem durchaus funktionierenden Sozialsystem, eine Selbsthilfeorganisation geben kann, die über einen solch langen Zeitraum so vielen Menschen hat helfen können, und hat helfen müssen.
Der unvergessene frühere Bundespräsident Theodor Heuß sagte einmal, "Der VdK ist eine Herberge der Kameradschaftlichkeit und ein Hort der Geborgenheit".
Diese Äußerung zeigt uns deutlich, dass in einer Gemeinschaft wie sie der VdK seit über 50 Jahren repräsentiert, auch Geborgenheit und Kameradschaftlichkeit wichtige Elemente menschlichen Zusammenlebens bilden. Vielleicht ist dies auch das Geheimnis für eine derart lange Zeitspanne von 50 Jahren.
Die nachfolgenden Ausführungen sind deshalb vor allem auch den Menschen gewidmet, die sich in ihrer Freizeit für andere, benachteiligte Menschen engagieren und dabei ihre Zeit, Geld, Nerven und oft auch familiäre Verpflichtungen und insbesondere ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen. Sie sind deshalb auch ein Plädoyer für die Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit unter den gesellschaftlich bedingten, veränderten Rahmenbedingungen.
Nachdem im Jahr 2001 weltweit das Jahr des Ehrenamtes begangen wurde und im Jahr 2003 das internationale Jahr der behinderten Menschen sein wird, möchte ich hierzu im Verlauf der Ausführungen noch näher darauf eingehen.